Am Donnerstag, 16. Oktober 2025, fand im Literaturcafé Biel/Bienne ein eindrücklicher Abend mit Agnes Hirschi statt, der Ziehtochter des Schweizer Diplomaten Carl Lutz. In Budapest rettete Lutz 1944 mit grossem persönlichem Risiko Zehntausende Jüdinnen und Juden, indem er ihnen sogenannte Schutzbriefe ausstellte und sie so unter den Schutz der Schweizer Gesandtschaft stellte.
Agnes Hirschi, die diese Zeit als Kind selbst erlebte, vermittelte dem Publikum mit ihrer offenen und lebendigen Art ein eindrucksvolles Bild der dramatischen Ereignisse im besetzten Budapest. Ihre persönlichen Erinnerungen verliehen dem historischen Geschehen besondere Tiefe.
Im Mittelpunkt stand auch das neu erschienene Buch „Unter Schweizer Schutz“, das Agnes Hirschi gemeinsam mit Charlotte Schallié herausgegeben hat und in dem Zeitzeugen von den Ereignissen von 1944 berichten.
Der Abend erinnerte eindringlich daran, dass mutiges Handeln Einzelner Leben retten kann – und dass die Vernichtung jüdischen Lebens nie wieder Realität werden darf.
Ein herzlicher Dank gilt Lukas Hohl, der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft sowie dem Literaturcafé Biel/Bienne für die Organisation dieses besonderen Anlasses.
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